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Leader, was ist das?

Die EU mit ihrem Symbol "Brüssel" steht in der ländlichen Meinung eher für Zentralismus und Macht.

Dass die EU sehr viel für die ländlichen Regionen unternimmt um sie zu stärken und im "Wettbewerb der Regionen", lokal, national und global betrachtet, fit zu machen, ist eher weniger bekannt. Ein Mittel für die Regionen ist das Regionalentwicklungsprogramm LEADER. siehe WIKIPEDIA LEADER, ein Gemeinschaftsprogramm von EU, den Nationalstaaten und zumeist lokalen Verwaltungseinheiten wie Oberösterreich, das divergiert zwischen den verschiedenen EU-Staaten.

Im Klartext bedeutet das, dass sich Gemeinden zusammenschließen müssen, um in das Programm LEADER aufgenommen zu werden. Eine Region sollte nicht kleiner als 15.000 Einwohner aber auch nicht größer als 100.000 Einwohner haben, Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern sind aus dem Förderprogramm ausgeschlossen.

Der erste Schritt in die Welt von LEADER ist die Entwicklung einer gemeinsamen Strategie, bei uns heißt das "Regionales Entwicklungskonzept". Am Wichtigsten dabei ist die Einbindung von lokalen Akteuren um in der Strategie wirklich die Meinung der Menschen aus der Region widerzuspiegeln, nicht jene von externen Experten, die zu wissen meinen, was für die Region gut und wichtig ist.

Diesen Ansatz bezeichnet man als "Bottom Up", also "Von Unten nach Oben" und ist das zentrale methodische Element des LEADER-Programmes. Vergleichen könnte man das mit einer typischen Stammtisch-Situation, wo verschiedenste Personen regelmäßig zusammenkommen um die aktuellen Probleme und Chancen zu diskutieren, allerdings mit jenem Unterschied, dass danach aktiv nach Lösungen gesucht wird und ein eigenes professionelles Management für die notwendige Unterstützung sorgt.

LEADER besteht also aus einer Gruppe von "Lokalen Akteuren". Daher ist die Kurzbezeichnung von LEADER auch LAG, das bedeutet "Lokale AktionsGruppe", funktioniert auch im Englischen mit "Local Action Group". LEADER ist demnach das Programm in dem steht, was in einer LAG gefördert und umgesetzt werden kann, die LAG entscheidet im Wesentlichen aber "Bottom Up" was sie selber will. Die gemeinsame Strategie ist das Bindeglied zwischen dem EU-Programm und der Region, da sie die Interessen von beiden Seiten in sich vereint und daher die Arbeitsgrundlage für einen gewissen Zeitraum bildet. Zudem ist die Strategieentwicklung sehr sinnvoll, da sich viele Menschen aus einer Region über die Zukunft Gedanken machen müssen. Und alleine das bewirkt meist schon einen positiven Entwicklungsschub.

LEADER ist zudem das einzige Förderprogramm der EU, das zu seiner Umsetzung ein eigenes lokales Management vorsieht und auch mit-finanziert. Ideen-Management, Projekt-Management, Innovations-Management, Förderberatung, Regionalmarketing, Moderation von Gruppen, Coaching von Akteuren etc. sind die Aufgaben dieses Managements das zumeist durch eine(n) hauptberufliche(n) Manager(in) und eine Sekretariatskraft besetzt ist, oder extern an eine kompetente Agentur vergeben wird. Die Leistungen dieses Managements stehen den Akteuren der Region, von Privatpersonen über Vereine, Firmen, Gemeinden etc. kostenlos zur Verfügung.